Positionspapier: Au­ßen­po­li­tik, Ent­wick­lungs­zu­sam­men­ar­beit und Ver­tei­di­gung

Was uns motiviert

Die Welt ist stän­dig im Wan­del. Durch die Ver­än­de­rung von Kräf­te­ver­hält­nis­sen ist es not­wen­dig, sich ziel­ge­rich­tet auf ei­ne ge­mein­sa­me Zu­kunft vor­zu­be­rei­ten. Stär­ken nut­zen, Schwä­chen vor­beu­gen, Chan­cen er­grei­fen und Ri­si­ken mi­ni­mie­ren. Wir se­hen op­ti­mis­tisch in die­se Zu­kunft und möch­ten sie ak­tiv ge­stal­ten.

Nur mit Op­ti­mis­mus lässt sich die Zu­kunft auf Dauer ver­bessern!

1. Unsere Vision

Werte und Prinzipien

In un­se­rer Vision steht je­der Mensch mit sei­ner in­di­vi­du­el­len Frei­heit im Mit­tel­punkt des Den­kens und ethi­schen Han­delns. Aus in­di­vi­du­el­ler Frei­heit folgt, dass Aus­beu­tung ge­nau­so we­nig trag­bar ist, wie das Hin­neh­men von ge­wachse­nen Struk­tu­ren, ohne Hin­ter­grün­de zu hin­ter­fra­gen. Aus dem Mit­tel­punkt des Den­kens folgt, dass Zu­sam­men­ar­beit jed­we­der Art dem Prin­zip „Hi­lfe zur Selbst­hil­fe“ folgt. Aus dem Prin­zip ethi­schen Han­delns folgt, dass de­mo­kra­ti­sche Ver­fah­ren und die Ach­tung der Men­schen­rech­te, wie sie durch die Ver­ein­ten Na­tio­nen de­fi­niert sind, welt­weit vor­ge­lebt wer­den.

In Eu­ro­pa sind wir in Viel­falt ge­eint. Doch so viel­fäl­tig wir auch sind, tei­len wir ge­mein­sa­me Wer­te: De­mo­kra­tie, Rechts­staat­lich­keit, Plu­ra­lis­mus, To­le­ranz, Of­fen­heit, So­li­da­ri­tät, In­di­vi­du­a­li­tät, per­sön­li­che Frei­heit, Gleich­be­rech­ti­gung und vie­le mehr. Ober­stes Ziel un­se­rer Au­ßen- und Si­cher­heits­po­li­tik ist, dass al­len Men­schen die­se ge­mein­sa­men Wer­te zu­teil kom­men und es ih­nen er­mög­licht wird, nach die­sen zu le­ben. Um die­se Wer­te tei­len zu kön­nen, ge­hen wir, auch au­ßer­halb Eu­ro­pas, Pro­ble­me ge­mein­sam an und ge­ben Men­schen Hil­fe­stel­lung.

Zu­sam­men­ar­beit und Kon­flikt­prä­ven­tion

Ab­hän­gig­keits­ver­hält­nis­se zu we­ni­ger plu­ra­len oder gar auto­kra­ti­schen Ge­sell­schaf­ten ver­mei­den wir. Auch Part­ner­schaf­ten mit Re­gie­run­gen, wel­che un­se­re Wer­te nicht tei­len, wer­den nur ein­ge­gan­gen, wenn dies die La­ge der Men­schen vor Ort nach­weis­lich ver­bes­sert. Da­für sind ge­mein­sa­me EU-In­sti­tu­tio­nen, wel­che die Di­men­sion Au­ßen- und Si­cher­heits­po­li­tik be­tref­fen, in ih­ren Be­deu­tun­gen wei­ter aus­ge­baut. So wol­len wir auch Aus­nah­me­si­tu­a­tio­nen wie ei­nem Ge­sund­heits­not­stand oder ei­ner Mas­sen­be­we­gung von Flüch­ten­den ge­mein­sam be­geg­nen.

Die von den Ver­ein­ten Na­tio­nen be­schlos­se­nen nach­hal­ti­gen Ent­wick­lungs­zie­le stre­ben wir auch in un­se­rer Vision an. So soll zur Ver­mei­dung von Flucht­ur­sa­chen, der Frie­dens­si­che­rung und Kon­flikt­prä­ven­tion bei­ge­tra­gen wer­den. Im Kern un­se­res En­gage­ments steht die Bil­dung und Selbst­be­stim­mung der Men­schen vor Ort, um sie in die La­ge zu ver­set­zen, sich selbst und ih­re je­wei­li­gen Staaten ei­gen­ver­ant­wort­lich wei­ter­zu­ent­wickeln. Da­bei ver­steht sich Ent­wick­lungs­po­li­tik als Teil in­ter­na­tio­nal ab­ge­stimm­ter, ins­be­son­de­re auf Ebe­ne der Eu­ro­pä­i­schen Union statt­fin­den­der, trans­pa­re­nter Be­mü­hun­gen auf Ba­sis der All­ge­mei­nen Er­klä­rung der Men­schen­rech­te.

Mi­li­tä­ri­sche Mit­tel sind im­mer die letz­te Han­dlungs­al­ter­na­ti­ve und als Werk­zeu­ge un­ter de­mo­kra­ti­scher Kon­trol­le ver­ant­wor­tungs­voll ein­zu­set­zen. Für In­ter­ven­tio­nen muss eine mit­tel- oder un­mit­tel­ba­re hu­ma­ni­tä­re Ge­fähr­dung be­ste­hen. Eu­ro­päi­sche Streit­kräf­te stär­ken die Un­ab­hän­gig­keit und Kom­pe­tenz Eu­ro­pas, so­dass die­se als mo­der­ne und flexible Be­rufs­ar­mee ef­fi­zient im Sin­ne des fried­li­chen Zu­sam­men­le­bens der Völ­ker wir­ken können. Um dies zu ge­währ­leis­ten, pas­sen sie sich ak­tiv mit­tels sorg­fäl­tig durch­dach­ter Maß­nah­men ste­tig neuen He­raus­for­de­run­gen an. Das sol­da­ti­sche Leit­bild des Staats­bür­gers in Uni­form fin­det al­so über die Bun­des­re­pu­blik hi­naus in un­se­rer Vision auf sup­ra­na­tio­na­ler Ebene An­wen­dung und stärkt eu­ro­pä­i­sche si­cher­heits­po­li­ti­sche In­te­res­sen.

Internationaler Fortschritt

Wis­sen­schaft­li­che Er­kennt­nis­se sind im­mer maß­geb­li­ches Be­wer­tungs­kri­te­rium für ei­ge­nes Han­deln. For­schung, als ope­ra­ti­ver Arm der Wis­sen­schaft, wird in Zu­kunft eu­ro­pä­isch und welt­weit da­zu ge­nutzt, die Le­bens­qua­li­tät al­ler Men­schen nach­hal­tig zu stei­gern. Die Zu­sam­men­ar­beit da­für för­dern wir ak­tiv in­ner­eu­ro­pä­isch und in­ter­na­tio­nal. Alle Men­schen sol­len am Fort­schritt, ei­ner nach­hal­ti­gen, um­welt­freund­li­chen Ent­wick­lung der Wirt­schaft par­ti­zi­pie­ren können. Ein­zel­maß­nah­men, wie dem Aus­tausch von Wis­sen oder Res­sour­cen, gehen da­für wis­sen­schaft­li­che Ana­ly­sen vo­raus, so­dass si­cher­ge­stellt wird, dass die Men­schen vor Ort tat­säch­li­che Pro­fi­teu­re der Maß­nah­men sind und sie nicht in Sys­te­men ver­schwin­den, die die Si­tu­a­tion vor Ort nicht ver­bes­sern.