Außenpolitik & Verteidigung



Grundsatzprogramm
Außenpolitik & Verteidigung

Humanistische Außenpolitik setzt sich für eine friedliche und demokratische Welt ein, in welcher Konflikte auf diplomatischem Weg und globale Krisen in internationaler Zusammenarbeit gelöst werden. Das internationale Engagement Deutschlands bei der Bekämpfung von Armut und Hunger sowie der Schutz der Menschenrechte haben dabei oberste Priorität. Streitkräfte sollen, ergänzend zu Heimatschutzaufgaben, nur als Ultima Ratio mit dem Auftrag der Friedenssicherung eingesetzt werden.

Die Bedrohung grundlegender Menschenrechte – vor allem durch nationalistische und autokratische Tendenzen, unzureichende Grundversorgung, sich verschlechternde Umweltbedingungen oder korrupte Verhältnisse – sind nur einige Beispiele für Gefahren, denen Mensch und Staat immer wieder ausgesetzt sind. Nationalismus indes behindert nicht nur internationale Entwicklungsziele, sondern nährt aufgrund der inhärenten Selbsterhöhung internationale Konflikte und fördert antidemokratische Strömungen, gegen die die Demokratie sich unablässig, insbesondere und zusätzlich im Angesicht aufstrebender Autokratien, behaupten muss.

Wir sehen internationale und transnationale Organisationen als ein grundlegendes Mittel, solche Missstände zu beheben. Durch Reformen wollen wir diese von bürokratischen Hürden und der oft vorhandenen Handlungsunfähigkeit befreien, sodass demokratische Entscheidungen zum Wohle aller effizienter umgesetzt werden können. Es ist als demokratischer Staat unerlässlich, dass sich Deutschland international engagiert, um Menschenrechte zu verteidigen, globale Kooperation und Frieden sowie den Aufbau und Erhalt von demokratischen Strukturen weltweit zu fördern.

Alle Positionen zu
Außenpolitik & Verteidigung

Vision Außenpolitik & Verteidigung
Vision

Die Welt ist ständig im Wandel. Ebenso unterliegen die internationalen Machtverhältnisse einer fortwährenden Veränderung. Nur wenn wir global unsere Stärken nutzen, unsere Schwächen ausgleichen und Risiken minimieren, können wir Chancen ergreifen und aktiv eine gemeinsame, optimale Zukunft gestalten.

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Entwicklungszusammenarbeit
LexikonWahlprogramm

Die Entwicklungszusammenarbeit (früher: Entwicklungshilfe) soll einen Ausgleich zwischen wohlhabenden Industriestaaten und Entwicklungsländern schaffen und damit jedem Menschen ein würdiges Leben ermöglichen. Wir möchten das Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe anwenden und die Entwicklungszusammenarbeit von den einzelnen EU-Staaten auf die EU übertragen, damit Ressourcen gemeinsam nach dem Konzept des Effektiven Altruismus effizienter genutzt werden können. Durch die Entwicklungszusammenarbeit können beispielsweise Flüchtlingsströme vermindert, neue Märkte erschlossen und Forschungsstandorte aufgebaut werden.

Kritische Infrastruktur
Lexikon

Kritische Infrastruktur beschreibt alles, was zur Aufrechterhaltung der gesellschaftlichen Funktionen beiträgt. Darunter fallen Wasserwerke, Kraftwerke, Krankenhäuser und vieles mehr. Deren Dienstleistungen sollten unserer Ansicht nach für jeden zugänglich sein, unabhängig von der finanziellen Lage. Wir setzen uns außerdem dafür ein, dass diese Bereiche in staatlicher Hand bleiben und ausländische Regime, welche nicht unserem Wertesystem folgen, keinen Einfluss auf diese ausüben können. Technologien und andere Verbesserungen für unsere kritische Infrastruktur sollen nach Möglichkeit von europäischen Partnern bereitgestellt werden.

Nachhaltige Entwicklungsziele
Lexikon

Die Sustainable Development Goals sind 17 Entwicklungsziele der Vereinten Nationen, welche unter anderem bis 2030 weltweit die extreme Armut beenden, Nahrung für jede Person bereitstellen und den Klimawandel bekämpfen sollen. Um dies zu erreichen, soll jede Industrienation 0,7 % ihres BIP für Entwicklungszusammenarbeit ausgeben, was bisher aber noch von keiner getan wird. Wir fordern, diesen Mindestbetrag einzuhalten und einen verpflichtenden Rechenschaftsbericht alle vier Jahre sowohl für Empfänger- als auch für Geberländer zu etablieren.

Satellitenschutz
Lexikon

Satelliten haben einen enormen Einfluss auf unser Leben. Sie dienen der Telekommunikation, Navigation und Wettervorhersage. Man kann diese daher der kritischen Infrastruktur zurechnen – Im Kriegsfall wären sie ein strategisch wichtiges Angriffsziel. Wir möchten Verträge weiter ausarbeiten, die die militärische Nutzung des Weltraums regulieren und zivilen Satelliten auch im Kriegsfall Immunität gewähren. Außerdem ist es wichtig, Technologien zu entwickeln, welche Satelliten vor Angriffen, Asteroiden und Weltraumschrott schützen.

Seltene Erden
Lexikon

Seltene Erden sind essenzieller Bestandteil moderner Technologien. Aktuell dominiert die Volksrepublik China den Markt für seltene Erden. Wir möchten den Import für seltene Erden aus China weitestgehend reduzieren und stattdessen auf die Förderung in EU-Ländern setzen. Dadurch entstehen hierzulande Arbeitsplätze, die CO2-Bilanz verbessert sich, da diese Ressourcen keine weiten Strecken transportiert werden müssen, und wir finanzieren kein menschenverachtendes Regime. Außerdem möchten wir das Recycling und die Wiederverwertung von seltenen Erden stärker fördern und ein Bewusstsein für die Endlichkeit dieser wichtigen Materialien schaffen.

Asteroidenabwehr
Themenabschnitt

Himmelskörper haben das Potential die Erde und die auf ihr lebende Menschheit zu bedrohen, da diese mit der Erde kollidieren können und dies verheerende Folgen nach sich ziehen kann. Als Partei der Humanisten nehmen wir diese Gefahr ernst. Für die Bedrohung durch Himmelskörper sind zwischenmenschliche Differenzen sowie nationale Grenzen unerheblich, weswegen diese Gefahr in internationaler Kooperation angegangen werden muss!

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Vereinte Nationen
Themenabschnitt

Sie sind eine der größten Errungenschaften unserer Zivilisation: die Vereinten Nationen (UN), eine Organisation, welche sich der Friedenserhaltung verschrieben hat. In unseren Augen benötigt die UN jedoch eine groß angelegte Reform, um sie für die heutige Weltpolitik funktionsfähig zu machen.

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Internationale Arbeit
Wahlprogramm

Als globalisierte Menschheit sollte es unser Ziel sein, auch international zusammen zu arbeiten, um den größten Nutzen für alle zu erzielen. Diese Arbeit wird zu großen Teilen von Hilfsorganisationen der UN im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit erledigt. Um diese zu betreiben, sind erhebliche finanzielle Mittel nötig, welche nicht ohne die Spendenbereitschaft von Individuen, Gruppen und Staaten generiert werden können. Eines unserer zentralen Ziele ist es also, durch breite Aufklärung der Bevölkerung zu Missständen und Lösungsansätzen, eben diese Bereitschaft zu steigern.

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Internationale Energiewende
Wahlprogramm

Klimaschutz ist eine globale Herausforderung. Nur zusammen mit der internationalen Staatengemeinschaft kann der Klimawandel aufgehalten werden. Daher muss die internationale Koordination ein wesentliches Element der deutschen Klimapolitik sein.

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Lebensbedingungen
Wahlprogramm

Wir können nicht ignorieren, dass Menschen in dieser globalisierten Welt noch immer auf der Flucht sind – häufig auf sich allein gestellt. Dies ist für uns untragbar. Unser Vorschlag, die zwischenmenschliche und internationale Zusammenarbeit zu stärken und effizienter zu machen, kann der Weltgemeinschaft dabei helfen, zukünftige Herausforderungen zu meistern und die Lebensbedingungen für alle Menschen zu verbessern.

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Menschenrechte
Wahlprogramm

Ihre Anerkennung hat uns zu der globalen Gesellschaft gemacht, die wir heute sind und auch in Zukunft sollten sie eine zentrale Rolle in all unserem Handeln einnehmen. Nur dort, wo Menschenrechte konsequent und auf Augenhöhe Eingang in die internationale Entwicklungszusammenarbeit finden, kann diese langfristig und nachhaltig wirksam sein. Erst die stabile Umsetzung von Menschenrechten, wie Grundversorgung, körperliche Unversehrtheit und Sicherheit vor Verfolgung oder Unterdrückung, aber auch Meinungsfreiheit und ein Zugang zu Informationen und Bildung, macht es für die Menschen in sich entwickelnden Ländern möglich, sich an sozialen und politischen Prozessen selbst zu beteiligen.

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